Bis 2030 sollen mindestens 80 Prozent des Bruttostrombedarfs Deutschlands mit erneuerbaren Energien gedeckt werden. Neben dem Ausbau von Photovoltaik und Windenergie soll durch den flächendeckenden Einsatz von Wärmepumpen und Elektromobilität die Dekarbonisierung der Sektoren Gebäude und Verkehr erfolgen und ergänzend dazu sollen ab 2024 mindestens 500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr installiert werden. Unterstützt durch den „Masterplan Ladeinfrastruktur II“ der Bundesregierung soll bis 2030 Ladeinfrastruktur für 15 Mio. E-PKW installiert werden. Dazu kommen neue Speicher, vor allem auf Niederspannungsebene, um den Eigenverbrauch mit Erneuerbare-Energien-Anlagen zu optimieren und systemdienliche Leistungen zu erbringen. All dies setzt voraus, dass EE-Anlagen, Wärmepumpen (in Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern sowie in öffentlichen, gewerblichen und industriellen Gebäuden), Ladeeinrichtungen und Speicheranlagen zügig durch den jeweils zuständigen Betreiber von Verteilnetzen angeschlossen werden können. Praxisprobleme beim Netzanschlussverfahren haben jedoch in der Vergangenheit zu Verzögerungen geführt und damit die nötige Modernisierung der Energiewendeinfrastruktur gehemmt.

Die Beschleunigung von Netzanschlüssen ist eine der zentralen Herausforderungen, einen schnellen Hochlauf der Energiewendetechnologien zu realisieren. Die Aufgabenstellung ist komplex und bedarf einer ausführlichen Abstimmung mit den betroffenen Stakeholdern, um eine realisierbare und sachgerechte Lösung sicherzustellen.
Es erfolgt zunächst eine Bestandsaufnahme. Der aktuelle Stand von Prozessen und Stakeholdern wird strukturiert erfasst und die bestehenden Regularien sowie die aktuellen Verfahren zur Weiterentwicklung der Regularien zugeordnet. Anschließend wird eine Fokus-Agenda erarbeitet. Auf Basis der Bestandsanalyse wird mit gutachterlichen Analysen, gezielten Interviews und Diskussionen im Branchendialog eine Fokus-Agenda mit Hürden und Lösungsoptionen erarbeitet und kontinuierlich Sofortmaßnahmen abgeleitet. Aus der Fokus-Agenda mit Hürden und Lösungsoptionen wird eine „TOP 10“ von Maßnahmen erarbeitet und ein konkreter Umsetzungsplan mit der Branche evaluiert.

Der Branchendialog zur Beschleunigung von Netzanschlüssen wird intensiviert sowie inhaltlich unterstützt und thematisch strukturiert. Die Kernaufgabe besteht darin, die Problemfelder aus der Praxis zu identifizieren, zu bewerten sowie zu allen identifizierten Problemen konkrete Lösungsansätze zu entwickeln.
Die Lösungsansätze sind gründlich auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft, regulatorisch eingeordnet und schriftlich festgehalten (kontinuierliche Dokumentation, Zwischenberichte, Abschlussgutachten).

Ihr Ansprechpartner

Dr. Henning Schuster
Geschäftsführer