Zuletzt hat die SWTE mehrere Anfragen zum Netzanschluss von Großbatteriespeichern erhalten. Die SWTE musste auf diese Anfragen reagieren, aber die Auswirkungen auf den Netzbetrieb waren unklar. Großbatteriespeicher sind eine neue Technologie und – wenigstens großskalig – bislang nicht im Netz der SWTE angeschlossen. Mögliche Netzauswirkungen mussten im Detail untersucht werden.
Der Anschluss eines Batteriespeichers sollte direkt am Umspannwerk „ECI“ erfolgen, 10 kV-seitig. Durch den Anschluss waren jedoch auch die Betriebsmittel des vorgelagerten Netzbetreibers WestNetz (110 kV) betroffen. Sowohl ein Anschluss als auch eine Verweigerung des Netzanschlusses waren damit gut zu begründen.

Alle relevanten Großbatteriespeicher-Geschäftsmodelle, welche Auswirkungen auf den Betrieb von Speichern hatten und damit eine Netzwirkung erzeugten, wurden qualitativ eingeordnet. Es wurde eine modellgestützte Analyse der Netzwirkung durchgeführt. Der aus den Geschäftsmodellen resultierende Batteriespeicherbetrieb wurde simuliert und im Zusammenhang mit der Netzauslastung analysiert. Zur Bewertung der Netzauslastung wurden exemplarische Speicherprofile erstellt. Außerdem wurden im Zusammenspiel mit Großbatteriespeichern kritische Netzsituationen und deren Ursachen systematisch erfasst. Der Anschluss eines Speichers hatte Auswirkungen auf den Netzbetrieb. Statt einer Absage einer Netzanschlussanfrage gab es auch weitere Möglichkeiten, um den Betrieb eines Batteriespeichers zu ermöglichen, und diese Möglichkeiten wurden umfassend dargestellt.

SWTE versteht die Geschäftsmodelle von Batteriespeichern und dadurch, aus welchen Faktoren sich der Betrieb eines Batteriespeichers ergibt. Durch die Bereitstellung von speichertypischen Profilen können außerdem die Auswirkungen auf den Netzbetrieb quantitativ ermittelt werden. Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden außerdem optimale Strategien zur Einbindung von BESS ins Netzgebiet abgeleitet.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Henrik Schwaeppe
Senior Consultant