Zentrale Erkenntnisse aus E-Bridge-Studie fließen in neue Methodenfestlegung ein

Die Bundesnetzagentur hat ihre Methodenfestlegung zur zukünftigen Qualitätsregulierung veröffentlicht. Dabei finden sich zentrale Elemente eines von E-Bridge Consulting und FGH erarbeiteten Gutachtens zur Energiewendekompetenz von Verteilnetzbetreibern in der Festlegung wieder.

Im Mittelpunkt der Studie stand die Frage, wie die Leistung von Verteilnetzbetreibern künftig bewertet werden sollte. Die Autoren kamen zu dem Ergebnis, dass die Qualität des Netzbetriebs nicht allein anhand der klassischen Versorgungszuverlässigkeit gemessen werden sollte. Ebenso entscheidend für das Gelingen der Energiewende ist die Fähigkeit von Netzbetreibern, neue Erzeugungsanlagen, Speicher, Ladeinfrastruktur und weitere Energiewendetechnologien effizient in das Stromsystem zu integrieren.

Vor diesem Hintergrund entwickelten E-Bridge und FGH einen konsequent outputorientierten Ansatz. Im Fokus stehen Kennzahlen, die den tatsächlichen Erfolg der Energiewendeintegration messbar machen. Dazu zählen insbesondere die Anzahl realisierter Netzanschlüsse sowie die Dauer von Netzanschlussprozessen. Die Studie zeigte zudem, dass diese Kennzahlen statistisch belastbar sind und nicht wesentlich durch strukturelle Rahmenbedingungen beeinflusst werden.

Ein weiteres zentrales Ergebnis betrifft die Rolle der Digitalisierung. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass Digitalisierung ein wesentlicher Treiber erfolgreicher Energiewendeprozesse ist. Statt digitale Maßnahmen selbst zu regulieren, empfiehlt die Studie, deren Fortschritt über einen Digitalisierungsindex transparent abzubilden und den Fokus auf die tatsächlich erzielten Ergebnisse zu legen.

Mit der Methodenfestlegung setzt die Bundesnetzagentur künftig stärker auf Anreize, die die aktive Unterstützung der Energiewende durch Netzbetreiber berücksichtigen. Neben der sicheren und zuverlässigen Netzführung rückt damit zunehmend die Fähigkeit in den Vordergrund, die Transformation des Energiesystems wirksam zu unterstützen.

Die Berücksichtigung von Energiewendekompetenz und Digitalisierung in der Qualitätsregulierung stellt einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens dar und schafft Anreize für eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Netzinfrastruktur.

Autoren der Studie: Dr. Henning Schuster, Prof. Dr. Tobias Veith, Prof. Dr. Hendrik Vennegeerts und Christoph Wirtz

Mehr erfahren: Qualitätsregulierung weiterentwickeln: Energiewendekompetenz und Digitalisierung im Fokus – E-Bridge

 

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