• Erdgaspreise unter Spannung: Die europäischen Erdgaspreise sind zuletzt spürbar gestiegen, liegen jedoch weiterhin deutlich unter den Extremwerten der Energiepreiskrise 2022. Terminmärkte deuten mittelfristig wieder auf moderate Preisniveaus hin – mit begrenztem strukturellem Effekt auf Investitionsentscheidungen.​
  • Wasserstoff bleibt teuer: Auch bei CO₂-Preisen von bis zu 200 CHF/t ist grüner H₂ im Mobilitätsbereich aktuell nicht wettbewerbsfähig. Höhere Gaspreise verbessern die relative Position erneuerbarer Gase zwar kurzfristig, eine nachhaltige Trendwende lösen sie jedoch nicht aus.​
  • Kosten realistisch einordnen: Die optimierten H₂‑Vollkosten liegen deutlich unter den heutigen Tankstellenpreisen, dennoch bleibt Diesel auf absehbare Zeit günstiger. Für eine Preisparität wären sehr hohe CO₂Preise erforderlich – mit entsprechenden Implikationen für Akzeptanz und Nachfrage.​
  • Regulatorische Weichenstellungen prägen den Markthochlauf: Während Deutschland mit der geplanten „Biotreppe“ erneuerbare Gase explizit in den Transformationspfad der Wärmeversorgung integriert, können die MuKEn 2025 in der Schweiz den langfristigen Einsatz grüner Gase im Gebäudebereich deutlich einschränken – abhängig von der kantonalen Umsetzung.​
  • Infrastruktur statt Einheitspfad: Der Einsatz erneuerbarer Gase hängt entscheidend davon ab, wo sie gebraucht werdenwelche Infrastruktur vorhanden ist und welche Alternativen realistisch sind. Einheitliche Zielbilder greifen zu kurz. Gefragt sind differenzierte, regionale Transformationsstrategien.​

Nachzulesen sind diese Ergebnisse im neuen Barometer, das EBridge Consulting gemeinsam mit unseren Partnern der Polynomics AG erarbeitet und das vom Verband der Schweizerischen Gasindustrie (gazenergie) herausgegeben wird.​

Dr. Philipp Heuser | Lorenz Valk | Philipp Steffens​

Barometer erneuerbare Gase

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Dr. Philipp-Matthias Heuser
Principal Consultant